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Forstzaun – Schutz für junge Aufforstungen

Ein Forstzaun ist ein spezieller Wildschutzzaun, der in der Forstwirtschaft zum Schutz junger Aufforstungsflächen vor Wildverbiss eingesetzt wird. Frisch gepflanzte Bäume, Schonungen und Naturverjüngungen sind besonders gefährdet — Rehe, Hirsche und Wildschweine schädigen junge Triebe oft so stark, dass die ganze Aufforstung scheitert. Forstzäune verhindern das und werden in den Waldgebieten rund um Schwaben oder Oberbayern fast jährlich neu errichtet, wenn Waldflächen neu angepflanzt werden.

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Draht Häcker – Ihr Ansprechpartner für Zäune und Sichtschutz zwischen Ulm und Augsburg.

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Material und Bauweise

Klassisches Material für Forstzäune ist Knotengeflecht — meist mit nach oben hin größer werdender Maschenweite. Unten enger (gegen kleinere Tiere), oben weiter (gegen größeres Wild). Die Drahtstärke liegt bei 1,8 bis 2,2 mm, die Verzinkung muss hochwertig sein, weil Forstzäune oft 15 Jahre und mehr stehen sollen — bis die Bäume der Wildverbisszone entwachsen sind. Befestigt wird das Geflecht an Holzpfählen aus Akazie oder Robinie, manchmal auch aus druckimprägnierter Kiefer. Spanndrähte sichern das Geflecht oben und unten. Die Zaunlinie wird oft entlang natürlicher Geländekanten gezogen, um Aufwand und Materialeinsatz zu minimieren.

Typische Spezifikationen

  • Knotengeflecht mit Maschenweite nach oben zunehmend
  • Drahtstärke 1,8 bis 2,2 mm, hochwertig verzinkt
  • Höhe 1,60 m (Rehwild) bis 2,00 m (Rotwild/Wildschwein)
  • Holzpfähle aus Akazie, Robinie oder imprägnierter Kiefer
  • Spanndrähte oben und unten für Formstabilität

Aufbau, Lebensdauer und Rückbau

Forstzäune werden meist für 10 bis 15 Jahre angelegt — so lange brauchen junge Bäume, um aus der Wildverbisszone (etwa 1,30 m) herauszuwachsen. Nach dieser Zeit sollte der Zaun zurückgebaut werden, damit das Wild wieder durch den Bestand ziehen kann. Beim Rückbau ist wichtig, dass das gesamte Drahtgeflecht entfernt wird — kein Material darf im Wald zurückbleiben, weil Tiere sich darin verfangen können. Auch alte Spanndrähte am Boden müssen weg. Eine gute Wartung während der Standzeit verlängert die Funktionsdauer: Umgefallene Bäume sollten zeitnah entfernt werden, damit das Geflecht nicht beschädigt wird, und Schäden durch Wildverbiss oder Frost sollten ausgebessert werden.

Wartungs- und Rückbau-Tipps

  • Regelmäßige Kontrolle nach Sturm und Schneefall
  • Beschädigtes Geflecht zeitnah ausbessern
  • Standzeit typisch 10-15 Jahre
  • Nach Erreichen des Schutzziels komplett rückbauen
  • Vollständige Entfernung von Geflecht und Drähten — keine Reste im Wald

Häufige Fragen zum Forstzaun

Immer dort, wo Sie eine Neuanpflanzung oder Naturverjüngung vor Wildverbiss schützen müssen. In Wildgebieten ist der Erfolg einer Aufforstung ohne Zaun oft stark gefährdet. Bei kleineren Flächen oder einzelnen Bäumen können auch Einzelschutz-Hüllen eine Alternative sein.

Im Wald ist meist eine Abstimmung mit der Forstbehörde oder dem zuständigen Jagdpächter nötig. Auch der Wildwechsel im umliegenden Revier muss berücksichtigt werden — Zäune können Wildbewegungen erheblich beeinflussen. Im Zweifel hilft die untere Forstbehörde der Gemeinde.

Bis die jungen Bäume aus der Wildverbisszone von etwa 1,30 m herausgewachsen sind — je nach Baumart 10 bis 15 Jahre. Danach sollte der Zaun zurückgebaut werden, damit der Wald wieder zugänglich für Wild und Menschen ist. Liegende Drähte oder Reste im Wald sind eine ernste Gefahrenquelle.

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