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Cortenstahl – Patina & Einsatz im Garten

Cortenstahl ist ein wetterfester Baustahl, der durch geringe Zusätze von Kupfer, Chrom, Nickel und Phosphor an der Oberfläche eine dichte, festhaftende Rostschicht ausbildet und dadurch das darunterliegende Material vor weiterem Abtrag schützt. Fachlich korrekt heißt diese Schutzschicht Patina, umgangssprachlich spricht man von der typischen rostbraunen Optik. Geregelt sind solche Stähle in der Norm DIN EN 10025-5, geläufige Sorten tragen Bezeichnungen wie S355J0WP, wobei das W für wetterfest steht. Im Garten- und Landschaftsbau wird das Material für Sichtschutzwände, Zaunfüllungen, Hochbeete und Pflanzringe eingesetzt. Die Patina bildet sich über mehrere Monate im Wechsel von Feuchtigkeit und Trockenheit und verändert dabei ihren Farbton von Orange über Rotbraun bis Dunkelbraun.

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Wie verhält sich Cortenstahl im Garten über die Jahre?

In den ersten Wochen nach dem Aufstellen ist die Oberfläche noch offen, weshalb bei Regen gelöste Rostpartikel abgeschwemmt werden. Diese sogenannten Rostfahnen können helle Pflastersteine, Sichtbeton oder Holzterrassen dauerhaft verfärben, was sich mit einem Kiesstreifen oder einer Tropfkante unter dem Element vermeiden lässt. Ist die Patina nach etwa sechs bis zwölf Monaten geschlossen, kommt der Abtrag praktisch zum Stillstand und die Fläche bleibt farblich stabil. Wichtig ist, dass das Bauteil regelmäßig abtrocknen kann, denn in dauerhaft nassen Bereichen oder im ständigen Erdkontakt funktioniert der Selbstschutz nicht und der Stahl rostet weiter. Auch salzhaltige Luft und Streusalz im Winter beeinträchtigen die Schutzwirkung. Aus diesem Grund werden Cortenstahl-Elemente in Gärten von Jettingen-Scheppach bis Grafing meist frei stehend und mit Bodenabstand montiert, statt sie direkt einzugraben.

Was Sie beim Einsatz von Cortenstahl beachten sollten

  • Planen Sie unter dem Element einen Kiesstreifen ein, damit Rostwasser nicht auf Pflaster tropft.
  • Sorgen Sie für Hinterlüftung und Bodenabstand, damit die Fläche nach Regen abtrocknen kann.
  • Rechnen Sie mit sechs bis zwölf Monaten, bis sich der endgültige Farbton eingestellt hat.
  • Verwenden Sie Befestigungsteile aus Edelstahl, da verzinkte Schrauben schneller angegriffen werden.
  • Kalkulieren Sie eine etwas größere Materialstärke ein, weil in der Anfangsphase Material abgetragen wird.

Häufige Fragen zu Cortenstahl

Unter normalen Bedingungen nicht, weil die geschlossene Patina den weiteren Angriff stark verlangsamt. Anders sieht es bei dauerhafter Nässe, stehendem Wasser oder ständigem Erdkontakt aus, dort kann der Stahl durchaus weiter abtragen. Für solche Einbausituationen ist verzinkter Stahl die passendere Wahl.

Ein regelmäßiger Wechsel aus Befeuchten und Abtrocknen fördert die Patinabildung spürbar. Manche Hersteller liefern Elemente auch bereits vorbewittert aus, sodass der Farbton von Anfang an gleichmäßig ist. Vom Einsatz aggressiver Hausmittel wird abgeraten, da sie zu ungleichmäßigen Flecken führen.

Eine Pflege ist grundsätzlich nicht erforderlich, das Material ist bewusst auf die freie Bewitterung ausgelegt. Wer die Rostfahnen vermeiden möchte, kann die Oberfläche nach abgeschlossener Patinabildung mit einem speziellen Klarlack versiegeln. Diese Beschichtung muss dann allerdings regelmäßig erneuert werden.

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