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Pfostenträger – Arten & Montage

Ein Pfostenträger ist ein Metallbauteil, das einen Zaun- oder Holzpfosten aufnimmt und ihn mit dem Untergrund verbindet, ohne dass der Pfosten selbst im Erdreich oder im Beton steht. Er sitzt entweder auf einem fertigen Fundament, wird auf eine bestehende Fläche geschraubt oder mit einem angeschweißten Schaft in den Beton eingesetzt. Der wichtigste Zweck ist der konstruktive Holzschutz: Weil das Holz einige Zentimeter über dem Boden endet, kann Feuchtigkeit ablaufen und Staunässe entsteht gar nicht erst. Bei Metallpfosten dient der Pfostenträger vor allem als lösbare Verbindung, die einen späteren Austausch erleichtert. Üblich sind verzinkte Ausführungen in Aufnahmebreiten von 71, 91 oder 101 mm, passend zu den gängigen Kantholzmaßen.

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Welche Arten von Pfostenträgern gibt es und wofür eignen sie sich?

Am häufigsten begegnen Ihnen vier Bauformen. Der H-Anker umfasst den Pfosten beidseitig und überträgt auch seitliche Kräfte gut, weshalb er sich für hohe Sichtschutzelemente und Carports eignet. Der U-Träger mit Bodenplatte wird auf eine bestehende Betonfläche, eine Terrasse oder ein bereits gegossenes Fundament geschraubt und braucht dort mindestens vier Dübel oder Schwerlastanker. Einschlagbodenhülsen mit Spitze kommen ohne Beton aus, halten aber nur in gewachsenem, steinfreiem Boden und bei niedrigen Zäunen zuverlässig. Für höhere Lasten wird ein Träger mit langem Schaft direkt in ein Punktfundament einbetoniert, was die stabilste Variante ergibt. Entscheidend ist bei allen Varianten, dass die Aufnahme innen einige Millimeter Luft zum Pfosten lässt, damit Wasser ablaufen kann und das Holz arbeiten darf.

Worauf Sie bei Auswahl und Einbau achten sollten

  • Messen Sie den Pfostenquerschnitt genau, damit die Aufnahme des Trägers weder klemmt noch zu viel Spiel hat.
  • Wählen Sie eine feuerverzinkte Ausführung, denn der Übergang zum Boden ist die am stärksten belastete Stelle.
  • Setzen Sie den Träger so, dass der Pfosten mindestens fünf Zentimeter über dem Erdreich beginnt.
  • Richten Sie alle Träger mit Schnur und Wasserwaage aus, bevor der Beton anzieht oder die Anker fest angezogen werden.
  • Verwenden Sie nur Schrauben und Anker aus verzinktem oder nichtrostendem Stahl, damit sich keine Kontaktkorrosion bildet.

Häufige Fragen zum Pfostenträger

Immer dann, wenn der Pfosten aus Holz besteht oder später einmal getauscht werden soll. Der Träger hält das Holz trocken und verlängert dadurch die Lebensdauer deutlich. Steht ein reiner Metallzaun dauerhaft an derselben Stelle, ist das direkte Einbetonieren meist die einfachere Lösung.

Als Faustregel gilt eine frostfreie Gründung von etwa 80 Zentimetern. In den Landkreisen Günzburg und Ebersberg ist das die übliche Planungstiefe, damit sich der Zaun im Winter nicht hebt. Bei niedrigen Zäunen unter einem Meter genügen oft flachere Fundamente.

Ja, sofern die Platte tragfähig und mindestens etwa zehn Zentimeter dick ist. Verwenden Sie Schwerlastanker statt einfacher Kunststoffdübel und halten Sie ausreichend Abstand zur Plattenkante. Bei dünnen Gehwegplatten reicht die Tragfähigkeit dagegen nicht aus.

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