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Gabionenkorb – Aufbau & Größen

Ein Gabionenkorb ist der leere Drahtkorb aus verschweißten Stahlstäben, der später mit Steinen befüllt wird und dann eine Gabione ergibt. Als Bauteil betrachtet ist er zunächst nur eine Hülle: ein rechteckiger Rahmen aus Gittermatten, der Form, Maß und Tragverhalten der späteren Mauer vorgibt. Genau deshalb entscheidet die Qualität des Korbes darüber, ob eine Steinwand über Jahrzehnte gerade steht oder sich mit der Zeit nach außen wölbt. Typisch sind eine Maschenweite von 5 × 10 cm und eine Drahtstärke von 4 bis 5 mm, dazu ein Korrosionsschutz aus starker Verzinkung. Im Handel wird der Korb meist flach zerlegt geliefert und erst am Aufstellort zusammengesetzt.

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Woran erkennen Sie einen stabilen Gabionenkorb?

Ausschlaggebend sind drei Dinge: Drahtstärke, Verbindungstechnik und Korrosionsschutz. Bei niedrigen Körben bis etwa 50 cm Höhe genügt eine Drahtstärke von 4 mm, ab Wandhöhen um 1,20 m sollten es 4,5 bis 5 mm sein, damit sich die Seitenwände unter dem Steindruck nicht verformen. Die einzelnen Gittermatten werden an den Kanten mit Spiraldrähten oder Verbindungsklammern zusammengefügt — je enger der Abstand dieser Verbindungen, desto verwindungssteifer wird der Korb. Im Inneren sitzen Distanzhalter, also Zuganker aus Draht, die gegenüberliegende Wände zusammenhalten und das typische Ausbauchen verhindern. Beim Korrosionsschutz ist eine dicke Feuerverzinkung Standard; für dauerfeuchte Standorte oder Spritzwasserbereiche gibt es zusätzlich beschichtete Ausführungen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Tiefe zur geplanten Höhe passt: Faustregel für frei stehende Wände ist etwa ein Verhältnis von 1 zu 3, also 30 cm Tiefe bei rund 1 m Höhe.

Diese Merkmale sollten Sie beim Korb prüfen

  • Drahtstärke passend zur Höhe wählen — 4 mm für niedrige, 4,5 bis 5 mm für hohe Körbe.
  • Maschenweite von 5 × 10 cm ist Standard und bestimmt zugleich die kleinstmögliche Steingröße.
  • Distanzhalter im Inneren sind Pflicht, sonst wölben sich die Seitenwände nach außen.
  • Saubere Schweißpunkte und gleichmäßige Verzinkung deuten auf eine sorgfältige Fertigung hin.
  • Tiefe und Höhe im Verhältnis von etwa 1 zu 3 halten, damit die Wand ohne Rückverankerung standsicher bleibt.

Häufige Fragen zum Gabionenkorb

Verbreitet sind schmale Säulenkörbe ab 30 × 30 × 100 cm sowie Wandkörbe mit Längen von 100 bis 200 cm. Höhen von 50, 100, 150 und 200 cm lassen sich meist übereinander stapeln und miteinander verbinden. Hersteller wie Draht Häcker fertigen auf Wunsch auch Sondermaße für schräge Grundstücksverläufe.

Niedrige Körbe bis rund 50 cm stehen auf einem verdichteten Schotterbett von etwa 20 cm ausreichend sicher. Ab etwa 1 m Höhe oder bei Hangdruck sollten Sie ein Streifenfundament aus Beton einplanen. Wichtig ist in jedem Fall ein frostsicherer, setzungsfreier Untergrund.

Das Zusammensetzen des leeren Korbes gelingt bei kleinen Maßen gut allein, ab 100 cm Länge sind zwei Personen deutlich praktischer. Der Korb wird immer erst am endgültigen Standort montiert, weil er befüllt nicht mehr bewegt werden kann. Ob im Garten in Günzburg oder am Reihenhaus bei München — richten Sie den leeren Korb vor dem Befüllen exakt mit der Wasserwaage aus.

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