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Schraubfundament – Aufbau & Einsatz

Ein Schraubfundament ist ein verzinktes Stahlrohr mit außen aufgeschweißter Wendel, das ohne Beton und ohne Aushub in den Boden gedreht wird und dort einen Zaunpfosten trägt. Die Wendel arbeitet wie ein grobes Gewinde: Sie zieht das Rohr in den Untergrund und verzahnt sich mit dem gewachsenen Erdreich, sodass Zug- und Druckkräfte aufgenommen werden. Gängige Längen liegen zwischen 550 und 1200 mm, die Rohrdurchmesser meist zwischen 60 und 90 mm. Weil kein Beton aushärten muss, ist der Zaun am selben Tag belastbar, und das Fundament lässt sich später wieder herausdrehen. Andere Bezeichnungen für dasselbe Bauteil sind Erdschraube, Bodenschraube oder Erdanker.

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Wann lohnt sich ein Schraubfundament für den Zaunbau?

Besonders sinnvoll ist die Lösung auf gewachsenen, gleichmäßigen Böden aus Lehm, Sand oder Kies, in denen sich die Wendel gut verzahnen kann. Auch dort, wo eine Rasenfläche unbeschädigt bleiben soll oder wo Sie keinen Beton anmischen möchten, spielt sie ihre Stärken aus. Der Zeitgewinn ist erheblich: Ein Fundament ist in wenigen Minuten gesetzt, während ein Punktfundament aus Beton mehrere Tage Aushärtezeit braucht. Grenzen hat das Verfahren bei sehr steinigem Untergrund, bei frisch aufgeschüttetem Boden und bei Auffüllungen mit Bauschutt, weil die Schraube dort auf Hindernisse trifft oder keinen Halt findet. Auch sehr hohe Sichtschutzwände mit großer Windangriffsfläche verlangen entweder längere Schrauben oder ein klassisches Betonfundament. Prüfen Sie deshalb vorab mit einem Erdbohrer, was sich unter der Oberfläche befindet.

Das spricht für die Gründung mit Erdschrauben

  • Der Zaun ist sofort belastbar, weil keine Aushärtezeit für Beton nötig ist.
  • Der Garten bleibt weitgehend unberührt, da kein großes Loch ausgehoben werden muss.
  • Das Fundament lässt sich rückstandsfrei herausdrehen und an anderer Stelle erneut verwenden.
  • Kleine Höhenunterschiede gleichen Sie über die Einschraubtiefe aus, ohne neu zu schalen.
  • Die Feuerverzinkung schützt das Rohr dauerhaft gegen Rost im ständig feuchten Erdreich.

Häufige Fragen zum Schraubfundament

Für Zäune bis etwa 1,80 Meter Höhe sind Längen ab 800 mm üblich, damit die Gründung frostfrei liegt. Je höher der Zaun und je windanfälliger die Füllung, desto länger sollte die Schraube sein. Bei Sichtschutzelementen greift man häufig zu 1000 oder 1200 mm.

Kurze Ausführungen lassen sich mit einer Einschraubstange von Hand setzen, sofern der Boden weich genug ist. Ab etwa einem Meter Länge ist ein Maschinenantrieb sinnvoll, weil das Drehmoment sonst kaum aufzubringen ist. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Schraube senkrecht bleibt.

In geeignetem, gewachsenem Boden erreicht es vergleichbare Werte, gerade bei Zugbelastung. In lockeren Auffüllungen oder stark steinigem Untergrund ist ein Betonfundament die sicherere Wahl. Ob im Garten bei Ulm oder auf einem Grundstück in Poing entscheidet immer der tatsächliche Bodenaufbau.

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